In einigen Fällen kann Gen AI selbst zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen eingesetzt werden, beispielsweise im Rahmen von ESG-Berichten, Materialoptimierung in Schlüsselindustrien oder nachhaltiger und zirkulärer Produktentwicklung. Ein Drittel der Führungskräfte setzt bereits Gen AI für Nachhaltigkeitsinitiativen ein und zwei Drittel erwarten, dass sie in den nächsten drei bis fünf Jahren eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mehr als zehn Prozent durch Gen-AI-gestützte nachhaltige Geschäftsinitiativen erreichen. Diese Annahme muss jedoch mit Vorsicht betrachtet werden: letztlich erfassen dafür zu wenige Organisationen den ökologischen Fußabdruck ihrer Gen-AI-Nutzung. Um die Umweltauswirkungen von KI vollständig zu verstehen und abzumildern, sind kontinuierliche Forschung und konsequentes Monitoring unerlässlich.
Für Organisationen, die eine sichere, transparente, nachhaltige und ethische Gen-AI-Nutzung anstreben, stehen vor allem drei Aspekte im Vordergrund: multidisziplinäre Governance-Modelle, wirksame Richtlinien sowie eine branchenweite Zusammenarbeit aller Interessengruppen. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Führungskräfte sind der Meinung, dass robuste Leitplanken und eine solide Governance die Umweltauswirkungen von Gen AI wirksam mindern können.
Die vollständige Studie finden Sie unter: https://www.capgemini.com/insights/research-library/sustainable-gen-ai/
Methodik
Das Capgemini Research Institute hat 2.000 Führungskräfte aus Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar in 15 Ländern in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum (Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Singapur, Spanien, Schweden, Großbritannien und den USA) und in zwölf Sektoren, die angemessen/gut/sehr gut über die Strategien und Initiativen ihrer Organisationen im Bereich generative KI sowie über Initiativen zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit informiert waren. Die Befragten wurden aus Organisationen ausgewählt, die bereits mit generativer KI arbeiten, entweder in der Pilotphase oder in einigen/den meisten Funktionen/an einigen/den meisten Standorten. Die befragten Führungskräfte waren auf Direktorenebene und darüber, wobei ein Drittel aus dem Bereich Technologie, ein Drittel aus dem Bereich Unternehmensinnovation/Strategie und Nachhaltigkeit und das verbleibende Drittel aus dem Bereich Unternehmensfunktionen wie Finanzen, Recht, Personalwesen, Marketing und Kommunikation, Vertrieb, F&E, Beschaffung, Fertigung, Betrieb und Logistik stammte. Die Umfrage fand im August 2024 statt. Die Studie stützt sich zudem auf Interviews mit 15 Führungskräften und Wissenschaftlern führender globaler Organisationen.

















